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Comfortabel und Customisierbar: Ein Blick auf die “C-Apps”

C Apps
kombiniertes Logo einiger “C Apps”

Er lebt in Malaysia, und ist ein XDA-Developer mit beachtlicher Reputation: In nur wenig mehr als einem Jahr wurde astoncheahs App C Locker in nicht weniger als sechs XDA Blog Artikeln vorgestellt – was meine Aufmerksamkeit weckte. Außer Datum und Uhrzeit auch die Wetter-Informationen direkt auf dem Sperrbildschirm zu haben, klang verlockend – damit hatte er mich gefangen. Sein C Widget installierte ich auch gleich dazu, um mein derzeitiges Wetter-Uhr-Widget zu ersetzen.

Wie bereits im Teaser zu diesem Artikel erwähnt, beginnen die Namen seiner Apps üblicherweise mit einem “C” für “Convenience” (Komfort, Zweckmäßigkeit) und “Customization” (individuelle Anpassbarkeit). Diese beiden Aspekte machten mich neugierig: Wie gut würden sie zusammenpassen – insbesondere, da “Easy” (“Einfach”) mit einem “E” beginnt: Geht die große Anpassbarkeit vielleicht mit “complexity” (Komplexität) und “complications” (Komplikationen) einher?

C Widget

C Widget
C Widget erklärt
(Quelle: Google Play)

C Widget bereichert den Homescreen nicht nur mit einem “Wetter-und-Uhr” Widget. Es versorgt den Anwender außerdem mit den wichtigsten System-Informationen: RAM, interner (und optional auch externer SD Karten-) Speicher, sowie Details zum Akkustand. Dabei ist es nicht auf die Anzeige allein beschränkt: Wie im Bild zur Rechten ersichtlich, ruft ein Antippen des entsprechenden Elements die dazu passende Aktion auf – die sich auch configurieren lässt:

Im Vergleich zu manch anderem Wetter-Widget, nimmt C Widget keinen zusätzlichen Platz weg – macht aber einige andere Widgets überflüssig, indem es die passenden “Shortcuts” selbst anbietet.

C Widget
C Widget

Wer jetzt denkt, die Anpassbarkeit wäre damit abgehakt, irrt sich gewaltig: Das war erst der Anfang. Auch wenn die Auswahl von Schriftgröße, -stil, und -farbe, sowie das Festlegen des gewünschten Hintergrundes (und seiner Transparenz) der Pro-Version vorbehalten sind, kann die gratis-Fassung noch immer mit einer Fülle weiterer Features aufwarten. Es lässt sich bestimmen, welche Informationen angezeigt werden sollen (beispielsweise nur Bilder ohne Text, Wetter und Uhr oder nur eines von beiden), oder welche Aktion beim Antippen der oben beschriebenen Stellen ausgeführt werden soll. Zwei Wetter-Daten-Anbieter stehen zur Auswahl (worldweatheronline.com/Yahoo Weather), und auch eine Wetter-Vorschau ist implementiert.1 Update-Intervals sind sowohl konfigurierbar als auch abschaltbar, ebenso lassen sich die Einheiten für Temperatur und Windgeschwindigkeit auswählen. Darüber hinaus stehen zwei "Locations" zur Verfügung: Eine automatische, die sich jeweils an den aktuellen Standort anpasst, sowie eine "manuelle", die man anhand eines bevorzugten Ortes konfiguriert.

Irgendwelche Stolperstellen? Ein paar kleinere, ja. Aber die dürften nur die wenigsten wirklich betreffen:

Cheah arbeitet schon an einem Fix. Daher kann es gut sein, dass diese beiden kleinen Problemchen bereits nicht mehr existieren, wenn der werte Leser dieses Artikels das Widget installiert.

PS: Wer Probleme damit hat, dass sich die im Widget dargestellten Daten nach einer Größenanpassung des Widgets (bei Launchern, die dies unterstützen) nicht mehr aktualisieren wollen: Einfach einmal die Option "special layout size" im Abschnitt "Other Settings" ausprobieren. Die hat das Problem für mich gelöst.

getestete Version:2.5.4 (gratis)
Testzeit:7/2014
Testgerät:LG Optimus 4X HD P880
Android Version:4.0.3

C Locker

C Locker
C Locker
(Quelle: XDA Developers)

Bei C Locker deutet bereits der Name an: Hier handelt es sich um einen Sperrbildschirm2. Und das C verweist wiederum darauf, dass selbiger ziemlich customisierbar und comfortabel sein soll. Im Rahmen dieses Artikels kann ich allenfalls ein wenig an der Oberfläche kratzen: Eine halbwegs vollständige Beschreibung würde eine ganze Artikel-Serie erforderlich machen. Daher bitte ich gleich vorab um Absolution für die Tatsache, dass ich hier lediglich auf ausgewählte Punkte eingehe.

Zuerst einmal integriert C Locker vorzüglich bereits oben beschriebenes C Widget, sodass Wetter-Informationen direkt auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden können. Das schließt auch die “Forecasts” (Wetter-Vorschau für die nächsten Tage) ein, die sich durch Antippen aufrufen lassen – ohne das Gerät zu entsperren, versteht sich. Und umfasst natürlich auch die meisten der bereits oben beschriebenen Features – weshalb ich diese hier überspringen kann.

Zweitens muss ein Sperrbildschirm natürlich die Möglichkeit bieten, das Gerät zu entsperren. In der Voreinstellung sieht man dafür das “Schloss-Symbol”. Sobald man dieses “gedrückt hält”, wird um selbiges herum ein Ring mit Icons sichtbar – und lässt den Anwender entweder einfach das Display entsperren, indem er das Symbol auf das “geöffnete Schloss” unmittelbar darüber zieht, oder aber durch ziehen auf eines der anderen Symbole gleich eine andere App starten. Für Letzteres lassen sich sieben Icons frei konfigurieren – sowohl was die damit verbundenen Apps, als auch was die Icons selbst betrifft. Was mir besonders gefallen hat: Das “Glühbirnen-Symbol”. Dies aktiviert nämlich das Blitzlicht als “Taschenlampe”, ohne den Bildschirm zu entsperren (damit man selbige auch wieder auf die gleiche Weise abschalten kann). Eine prima Sache, wenn man im Dunkeln das Schlüsselloch sucht, oder ein Klingelschild entziffern muss – ohne erst lange nach der passenden (nicht schnüffelnden) Taschenlampen-App zu suchen!

Als Drittes wäre da dieser “blaue Balken” am unteren Bildschirmrand, der in der Voreinstellung den Akku-Stand anzeigt. Wer erwartet, dass sich selbiger ebenfalls konfigurieren lässt, liegt richtig: Nicht nur lassen sich Farbe und Text auswählen, auch verschiedene “Aufgaben” sind möglich. So habe ich beispielsweise Screenshots gesehen, in denen er als Ticker für einen RSS-Feed fungierte. Natürlich ist auch die Darstellung eines “Standard-Textes” möglich.

Desweiteren sind bereits in der Voreinstellung diverse Benachrichtigungen konfiguriert und aktiviert. Hält man gerade beschriebenen Balken gedrückt und zieht ihn nach oben, werden vier Tabs sichtbar, und informieren über ungelesene Gmail Nachrichten, SMS, verpasste Anrufe, sowie anstehende Kalender-Ereignisse. Alles ohne Entsperren des Bildschirms! Wer das für eine Sicherheits-Lücke hält: Fehlalarm. Es ist lediglich kein PIN vorkonfiguriert (sonst käme der Anwender ja gar nicht mehr heran). Dies lässt sich jedoch generell, oder auch nur für ausgewählte Elemente jederzeit bewerkstelligen.

C Locker
C Locker Collage

Soweit zu den “einfachen Dingen”, die jedoch bereits in einem überaus nützlichen Sperrbildschirm resultieren – ich würde sogar sagen, einem definitiv besseren, als er “von Haus aus” mitgeliefert wird. Aber da gibt es noch weit mehr, was sich erreichen lässt – wie die Collage zur Linken belegt. C Locker erlaubt die Verwendung so ziemlich jeden Widgets auf dem Lock-Screen. So kann man statt des integrierten C Widget Wetters, oder der voreingestellten Uhr, auch Alternativen einsetzen: Der mittlere Screenshot in der Collage belegt das eindrucksvoll. Anstehende Kalender-Ereignisse können auch direkt angezeigt werden (ohne erst “den Balken hochzuziehen”), ebenso der Lieblings-RSS-Feed.

Reicht noch nicht? Es gibt auch noch mehr. Habe ich etwa weiter vorn gesagt, C Locker wäre ein Sperrbildschirm? Das stimmt so nicht ganz, denn da sind gleich mehrere drin – die sich separat verwalten lassen. Bislang habe ich nur den “Standard-Sperrbildschirm” beschrieben. Ist jedoch der Medien-Player gerade aktiv, wechselt C Locker automatisch auf den ”Medien Sperrbildschirm” – der natürlich auch die entsprechenden Informationen und Schalterchen mitbringt. Desweiteren gibt es auch ”Location Screens”, die sich nach dem Standort richten: Auf der Arbeit benötigt man ja eventuell andere Apps im Schnellzugriff als daheim.

Weitere Möglichkeiten verstecken sich in den Einstellungen. Auf Geräten mit root-Zugang lässt sich, aus dem Einstellungs-Menü heraus, die App von einer User- in eine System-App (und zurück) umwandeln, was ihr eine “höhere Priorität” einräumt (und flüssigere Reaktionen ermöglicht). Die Benachrichtigungsleiste lässt sich transparent machen, ganz verstecken, oder auch nur um die Zeitanzeige erleichtern (niemand braucht zwei Uhren auf dem Sperrbildschirm). Das Hintergrundbild lässt sich aus der Galerie auswählen – für jedes Profil getrennt. Animationen beim Entsperren, wenn es gefällt. Benachrichtigungen anderer Apps anzeigen, etwa Facebook oder WhatsApp (Android 4.3+). PIN-Lock aktivieren, den “Home” Button deaktivieren, den Bildschirm per SMS mit dem passenden Schlüsselwort entsperren, den Näherungs-Sensor das Display ausschalten lassen, wenn das Gerät in die Tasche gesteckt wird, die Lautstärke-Wippe zur Bedienung des Medien-Players (voriges/nächstes Stück) missbrauchen, und mehr.

Neugierig, was es da noch alles gibt? Das scheint Cheah vorausgesehen zu haben. Und so hat er im “About” Menü gleich eine Reihe von Youtube-Tutorials verlinkt, die (allerdings auf Englisch) auf einzelne Themen näher eingehen.

Also alles “eitel Sonnenschein” – oder haben sich irgendwo Problemchen eingenistet? Um der Wahrheit die Ehre zu geben, hatte ich ein paar kleinere. Soweit ich das beurteilen kann, könnten diese aber durchaus auch gerätespezifisch sein. Da wäre zunächst die kleine Verzögerung beim Einschalten des Displays, bis sich der Sperrbildschirm in seiner vollen Pracht zeigt: Selten passiert das sofort, meist braucht es so 2..3 Sekunden, ganz selten auch einmal länger. Das hatte ich mit dem Stock-Sperrbildschirm nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Quad-Core 1.5GHz CPU oder die 1GB RAM meines Gerätes da eine Bremse darstellen – fand es aber auch in keiner anderen Review erwähnt. Ebensowenig konnte Cheah es reproduzieren. Vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal, der Sache mit adb logcat auf die Schliche zu kommen. Und dann wäre da noch ein fingerbreiter Freiraum direkt oberhalb des “Locker Rades”, der dazu führt, dass eben selbiges zum Teil unten aus dem Bildschirm rutscht, wenn ich außer Uhr und Wetter noch ein weiteres Widget einbinden will – doch dafür hat Cheah bereits Abhilfe versprochen, die mit einer der nächsten Versionen kommen sollte: Dann soll man auch die Position dieses Elementes selbst festlegen können.

Fazit: Ich kann C Locker und C Widget nur wärmstens empfehlen. Beide bieten einen funktionsreichen Ersatz für die jeweiligen vorinstallierten Stock-Apps, die dem Benutzer definitiv Freude machen werden!

getestete Version:6.2.13 (free+Pro)
Testzeit:7/2014
Testgerät:LG Optimus 4X HD P880
Android Version:4.0.3

C_alt erwischt?

Den Entwickler sicher nicht! Aber unglücklicherweise gibt es da ein paar Dinge, die anderen anzukreiden wären. Auf einige Fallstricke bin ich ja bereits in meinem Artikel über die Krux mit den Updates3 eingegangen: Um seine Apps vor “Raubkopierern” zu schützen, musste Cheah einen Lizenz-Service integrieren. Naheliegend, dass er sich dabei für etwas entschieden hat, was bereits vorhanden war: Google’s Lizenz-Service. Ohne die genannten Software-Piraten wäre das nicht nötig gewesen.4 So aber sind zumindest die Pro-Versionen auf Geräten ohne Google-Apps leider nicht nutzbar.

Zweitens: Die eingebundenen Bibliotheken. Für die Location-Dienste greift Cheah auf die entsprechenden Google-Bibliotheken zurück. Dummerweise hat Google beschlossen, seine Admob-Module (für Werbung) in das Google Services Framework zu integrieren – sodass mehrere Ad-Checker (beispielsweise AppBrain Ad Detector) seine Apps als “Werbeträger” kennzeichnen, da sie die beiden nicht auseinanderhalten können. Ich habe Appbrain kontaktiert um zu fragen, ob es zu solchen “false positives” kommen kann. Wie fast immer, erhielt ich einen Tag später bereits meine Antwort:

yes this is possible. It is also possible that an app contains some ad networks but doesn’t actually use them. We are working on improving the detection especially for this problem you mentioned with Google Play Services.

Grob übersetzt:

ja, das ist möglich. Es ist auch möglich, dass eine App Werbe-Module enthält, diese aber gar nicht nutzt. Wir arbeiten daran, die Erkennung zu verbessern – insbesondere für dieses Problem mit den Google Play Services.

Natürlich hatte ich ursprünglich auch Cheah bezüglich dieser Sache kontaktiert – davon ausgehend, er könnte einfach nur das Entfernen des Werbemoduls aus seiner Pro-Version vergessen haben. Er reagierte sofort, bekannte sich zu seiner Verantwortung als Entwickler, und gab sein Bestes zur Behebung des Problems. Doch obwohl er jedwede Verbindung zum Werbemodul kappte und sicherstellte, dass es in seiner App nicht aktiv werden konnte: Der Ad-Detector bestand auf dessen Existenz. Aus naheliegenden Gründen kann Cheah natürlich die Bibliothek selbst nicht einfach “rauswerfen”. Aufgrund seiner Reputation bei XDA und der Tatsache, dass er seine Verantwortung sofort wahrnahm5, kann ich meine Leser nur ermutigen: Vertraut ihm in dieser Sache. Ich tue es auch.

C-Float
(C)oming soon: C Floating Tools

C 4 yourself!

Eingangs erwähnte ich, dass das “C” in den Namen der Apps für “convenience” und “customization” stünde. Der eine oder andere Leser hat aber sicher bereits erraten, dass es ebenso für “Cheah”, den Namen des Entwickers, steht. Gemäß des Urban Dictionary bedeutet “Cheah” soviel wie Yeah!. Macht durchaus Sinn, denn mit Cheah steht hinter diesen Apps ein aktiver Entwickler, der auf Fragen seiner Anwender eingeht – und ihre Bedenken ernst nimmt (wie meine Geschichte mit dem C Locker ganz klar belegt).

Ich kann daher nur empfehlen, einen Blick auf seine Apps zu werfen. Eine Warnung jedoch vorab: Es besteht hier definitiv Sucht-Risiko, die Apps bleiben gern auf den Geräten “kleben”  :D

PS: Sein nächstes “großes Ding” kündigt sich bereits an. Es nennt sich C Floating Tools, und sollte schon bald auf den Geräten in der Nachbarschaft auftauchen. Dabei steht zu erwarten, dass auch sie wieder voll und ganz C sind – wie sich am Screenshot zur Rechten erkennen lässt. Bereit für die neue Herausforderung?

appsreview


  1. 2 Tage mit Yahoo Weather, 5 mit worldweatheronline.com ↩︎

  2. Weitere alternative Sperrbildschirme finden sich in der ensprechenden App-Übersicht ↩︎

  3. Die Krux mit den Updates erwähnt u. a. wie Google seine Kunden in sein Ökosystem “einschließt”, und immer mehr Kernfunktionalität aus Android’s Open Source Code in die eigenen, proprietären Google Services überführt ↩︎

  4. Sind die paar Cent es wirklich wert? Ich denke dabei an den Zeitaufwand zum “cracken” der Apps, statt sie zu kaufen – und das Risiko einer Malware-Infektion durch die Nutzung gecrackter Apps. Meine Antwort: Ein klares “Nein”. ↩︎

  5. C Locker thread at XDA ↩︎

2014-07-28